Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Ferkelkastration

Endgültig grünes Licht für die Isoflurannarkose

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die Aufhebung des Tierarztvorbehalts für die Betäubung bei der Ferkelkastration ist endgültig in trockenen Tüchern. Das Bundeskabinett hat in der vergangenen Woche die Ferkelbetäubungssachkundeverordnung mit den vom Bundesrat verlangten Änderungen beschlossen. Die Verordnung, die den Weg für die Kastration unter Isoflurannarkose frei machen soll, tritt nach der Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kürze in Kraft.
Die Zustimmung der Länderkammer hatte lange auf des Messers Schneide gestanden. Letztlich hatte der Bundesrat die Verordnung im September 2019 nach Maßgabe von mehr als 20 Änderungen mit knapper Mehrheit gebilligt. Die Bundesregierung hat sämtlichen Forderungen Rechnung getragen. Für einen Teil der Anpassungen wurde eine Nachnotifizierung durch die Europäische Union erforderlich, so dass es zu Verzögerungen gekommen ist.
Laut der Verordnung müssen Landwirte, die ihre Ferkel unter Isoflurannarkose kastrieren wollen, einen Sachkundenachweis erbringen. Dazu muss ein Lehrgang über die erforderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse erfolgreich absolviert worden sein. Der Lehrgang muss mindestens zwölf Stunden umfassen und Kenntnisse in einer Reihe von vorgeschriebenen Bereichen vermitteln. Die Teilnehmer müssen eine schriftliche und mündliche Prüfung ablegen, bevor sie ihr Wissen in einer Praxisphase anwenden, an deren Ende ebenfalls eine Prüfung steht.
Der Verordnung zufolge dürfen bereits vorhandene Narkosegeräte weiterverwendet werden. Deren Einsatz muss jedoch im Einzelnen dokumentiert werden. Für die Unterstützung der Anschaffung von Narkosegeräten stehen im diesjährigen Haushalt des Bundeslandwirtschaftsministeriums bis zu 28 Mio Euro zur Verfügung. AgE (14.01.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Fleischerzeugung
Weniger Schweine und Rinder in Deutschland geschlachtet
08.07.2020 — In Deutschland sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres teilweise deutlich weniger Schweine und Rinder ins Schlachthaus geliefert worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen von Januar bis Mai einschließlich Hausschlachtungen insgesamt 22,56 Millionen Schweine an den Haken.
Afrikanische Schweinepest
Die Länder wollen den Bau von Wildzäunen zur Prävention erleichtern
06.07.2020 — Der Bundesrat drängt auf eine bessere Prävention gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) und hat dazu einen Gesetzesentwurf in den Bundestag eingebracht. Dieser Entwurf zielt auf eine Änderung des Tiergesundheitsgesetzes (TierGesG) ab, mit der die Errichtung von Wildzäunen wesentlich erleichtert werden soll.
Ferkelkastration
3 526 Anträge für Isofluran-Narkosegeräte gestellt
05.07.2020 — In den vergangenen fünf Monaten haben bundesweit insgesamt 3 526 Landwirte Anträge auf Förderung bei der Anschaffung von Isofluran-Narkosegeräten für die Ferkelkastration gestellt. Darauf hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) heute in Bonn hingewiesen.
Acker24
Ackerschlagkartei und Nährstoffmanagement
Sie möchten den Arbeitsaufwand mit Ihrer Ackerschlagkartei minimieren? Neben der Schlagkartei bietet Acker24 dem Landwirt auch die Möglichkeit, sein Nährstoffmanagement gesetzeskonform zu dokumentieren. Eine Schnittstelle zu zahlreichen Raiffeisen-Genossenschaften vereinfacht die Dokumentation für Schlagkartei und Stoffstrombilanz erheblich.
Polen
Afrikanische Schweinepest schwelt weiter
24.06.2020 — Während in der vergangenen Woche in Polen immerhin keine Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Schweinehaltungen registriert wurden, breitet sich die Seuche im Wildbestand weiter aus. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte in der letzten Woche 29 neue ASP-Fälle bei Wildschweinen in insgesamt sechs Wojewodschaften.

xs

sm

md

lg

xl