Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Lebensmittelkennzeichnung

Klöckner will sich bei farblicher Nährwertkennzeichnung nicht festlegen

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zeigt sich offener für eine vereinfachte Visualisierung bei der Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln. Gleichzeitig warnt sie aber davor, sich bereits auf den fünfstufigen Nutriscore nach französischem Vorbild festzulegen, der nach ihren Worten "auch seine Tücken" hat. Klöckner kündigte gestern beim verbraucherpolitischen Forum des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) am Rande der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin an, dass sie zunächst die Analyse des Max-Rubner-Instituts (MRI) abwarten wolle, das derzeit die verschiedenen freiwilligen Modelle vergleiche und bewerten, die auf dem europäischen und internationalen Markt eingesetzt würden.
In Kenntnis der MRI-Analyse will die Ressortchefin dann eine Entscheidung darüber treffen, welche Modelle am deutschen Markt und beim Verbraucher getestet werden. Das dann empfohlene System werde ein freiwilliges sein, das der Einzelhandel und die Unternehmen umsetzen können, betonte Klöckner. Davon verspricht sie sich eine schnellere Einführung und damit einen größeren Nutzen für die Verbraucher. Zur Einführung eines verpflichtenden Kennzeichnungssystems müsste zunächst das EU-Recht geändert werden, gab die Ministerin zu bedenken.
vzbv-Vorstand Klaus Müller begrüßte die Äußerungen der Ministerin; er setzt auf zügige weitere Schritte. Müller verwies auf die wissenschaftlichen Untersuchungen und Testreihen, die dem Nutriscore in Frankreich zugrunde gelegen hätten und hofft, dass das MRI zum gleichen Schluss wie die französische Regierung kommen werde. Mit Blick auf die im Mai anstehende Europawahl fordert der vzbv die EU-Kommission auf, eine einheitliche farbliche Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln in der gesamten Gemeinschaft einzuführen. AgE (26.01.2019)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Ernährungsreport
Klöckner beklagt Diskrepanz zwischen Umfragen und Kaufverhalten
31.05.2020 — Immer mehr Verbraucher greifen zu saisonalen Produkten mit kurzen Transportwegen. Gleichzeitig legen sie Wert darauf, beim Lebensmitteleinkauf die Landwirtschaft in ihrer Region zu unterstützen. Das geht aus dem "Ernährungsreport 2020" hervor, den das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums erstellt hat.
Ernährungsreport
Stellenwert der heimischen Landwirtschaft ist gewachsen
25.04.2020 — Nach Einschätzung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft in der aktuellen Krise deutlich zugenommen. Rund 39 % der Bundesbürger seien der Auffassung, dass die heimische Landwirtschaft in Anbetracht der aktuellen Situation an Bedeutung gewonnen habe
Polen
Wegen Corona-Krise höhere Lebensmittelpreise erwartet
15.04.2020 — In Polen wird wegen der anhaltenden Corona-Krise mit steigenden Lebensmittelpreisen gerechnet. Fachleute der DNB Bank Polska gehen davon aus, dass zumindest die Preise für frische Produkte wie Obst und Gemüse in diesem Jahr um bis zu 10 % zulegen werden.
Agrar-TV-Tipps
Online-Fernsehprogramm
Was läuft im TV? Allgemeine TV-Programme über Filme, Serien und Shows gibt es viele. Aber wenn Sie nie mehr eine spannende Sendung aus Ihrer Branche verpassen möchten, sollten Sie einen Blick in die Agrar-TV-Tipps werfen. Hier finden Sie alle Sendungen zur Landwirtschaft und zum Landleben.
Corona-Krise
Lebensmittel am Weltmarkt deutlich preiswerter
03.04.2020 — Die Weltmarktpreise für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse sind im März kräftig gesunken, nachdem es bereits im Februar abwärts ging. Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) heute in Rom mitteilte,

xs

sm

md

lg

xl