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Rohstoff-Märkte

Auch Pflanzenölpreise unter starkem Druck

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Die Ausbreitung des Coronavirus hat auch die Pflanzenölpreise auf Talfahrt geschickt. Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) mit Verweis auf Daten der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) heute in Berlin mitteilte, kostete Rapsöl im Großhandel zuletzt 690 Euro/t (fob); das waren 18 % weniger als einen Monat zuvor. Gleichzeitig verbilligte sich Sojaöl um 15 % auf 605 Euro/t. Für Sonnenblumen- und Palmöl wurden Rückgänge von 11,5 % beziehungsweise 16 % verzeichnet.
Die UFOP begründete die sehr schwache Entwicklung am Pflanzenölmarkt vor allem mit der Corona-Pandemie, die Druck an den Finanz- und Rohstoffmärkten ausübe und auch die Kassapreise für Ölsaaten und Nachprodukte nach unten ziehe. Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens machten sich bei der Kraftstoffnachfrage bemerkbar. So reduzierten die Kommunen den öffentlichen Personennahverkehr. Außerdem seien der straßengebundene Güterverkehr, der Pendlerverkehr und die Bauwirtschaft deutlich eingeschränkt worden.
Der Dieselabsatz sei deshalb international stark rückläufig, führte die UFOP aus. Entsprechend nähmen der Einsatz von Biodiesel als Beimischungskomponente und der Pflanzenölbedarf der Biodieselhersteller ab. In die gleiche Richtung wirke der Preissturz für Rohöl als Folge des Fördermengenstreits zwischen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und Russland.
Laut UFOP hängt der Verfall der Soja- und Rapsölpreise auch mit der deutlichen Verbilligung der Soja- und Rapsfutures an den Terminbörsen in Chicago und Paris zusammen. Zudem würden die Palmölpreise durch den Einbruch der malaysischen Palmölexporte um voraussichtlich rund 20 % im März belastet. AgE (25.03.2020)
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