Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Wolf

Bundeslandwirtschaftsministerium will vorbeugenden Abschuss einzelner Wölfe

Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Das Bundeslandwirtschaftsministerium drängt auf eine präventive Kontrolle des Wolfsbestandes. Der Parlamentarische Staatssekretär Michael Stübgen sprach sich bei einem Wolfssymposium der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt heute in Halberstadt für eine wirkungsvolle Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes aus, um die Entnahme von Wölfen zu erleichtern.
"Wir müssen die Instrumentarien, die uns das Europarecht zur Kontrolle des Wolfes an die Hand gibt, voll ausschöpfen können", erklärte Stübgen. Künftig müsse es möglich sein, dass einzelne Wölfe vorbeugend geschossen werden können, um Rudel zu vergrämen. Man müsse handeln können, bevor etwas geschieht. "Das gefährdet nicht den guten Erhaltungszustand des Wolfes", betonte der Staatssekretär.
Stübgen bezeichnete die bisherige Regelung, dass man einem einzelnen Wolf seine Tat per DNA-Abgleich nachweisen muss, um das auffällige Tier dann entnehmen zu können, als praxisfremd. Damit werde vor allem für die Jäger enorme Rechtsunsicherheit geschaffen. Dem Bundeslandwirtschaftsministerium gehe es nicht um die Ausrottung des Wolfes, sondern um effektiven Herdenschutz und die Belange der Weidetierhalter sowie nicht zuletzt um den Schutz der Bürger, stellte der CDU-Politiker klar.
Unterdessen kritisierte der Naturschutzbund Deutschland (NABU) Forderungen nach Bestandsregulierungen sowie Debatten zum günstigen Erhaltungszustand der Wolfspopulation als „nicht zielführend“. Stattdessen müssten die Weiden mit entsprechenden Zäunen umgeben werden, Herdenschutzhunde zum Einsatz kommen, und bei Schäden durch Wölfe müsse eine schnelle finanzielle Hilfe für Weidetierhalter greifen.
"Wir brauchen mehr Tempo beim Herdenschutz", erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Nachdem die EU kürzlich den Weg für umfassenden Herdenschutz frei gemacht habe und somit nicht mehr nur Investitions-, sondern auch Erhaltungs- und indirekte Kosten wie Tierarztkosten zu 100 % gefördert werden könnten, läge es jetzt an Bund und Ländern, diese Möglichkeiten zu nutzen. AgE (28.04.2019)
Weitersagen: WhatsApp Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Wolfsmanagement
Ehlers kritisiert NABU-Klage als "Schlag ins Gesicht der Weidetierhalter"
08.01.2021 — Keinerlei Verständnis hat der Landvolkverband Niedersachsen für die vorgestern bekanntgewordene EU-Beschwerde des niedersächsischen Landesverbandes vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) gegen die Landeswolfsverordnung. Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers bewertete den vom NABU angestrengten Prozess heute als "Schlag ins Gesicht eines jeden Weidetierhalters in Niedersachsen, die mit ihrem wertvollen Engagement für den Naturschutz arbeiten"
Wolf
Unionspolitiker fordern Bestandsmanagement
04.01.2021 — Die Agrar- und Umweltpolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben Bundesumweltministerin Svenja Schulze in einem Brief aufgefordert, den Weg für ein effektives Bestandsmanagement für den Wolf frei zu machen. "Die stetige Zunahme der Wolfspopulation stellt unsere Weidetierhalter jedes Jahr vor stärkere Probleme, denn die Wolfsübergriffe auf Nutztiere nehmen kontinuierlich zu", erklärte der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael von Abercron dazu am Mittwoch in Berlin.
Sicherheitsdatenblätter
Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen
Für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sind Sicherheitsdatenblätter unerlässlich. Wir stellen Ihnen in einer Datenbank alle Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung - immer vollständig und aktuell für Sie zum downloaden. Alle Betriebsmitteln, von denen Gefahren ausgehen, werden als Gefahrstoffe eingestuft. Dazu gehören Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Lacke und Farben und viele weitere.

xs

sm

md

lg

xl