Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

CDU-Bundesfachausschuss will mehr Geld der Ersten Säule für die Tierhaltung

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Eine „faire Teilhabe“ der Tierhalter an den Mitteln der Ersten Säule bei der Weiterentwicklung der EU-Agrarpolitik fordert der Bundesfachausschuss Landwirtschaft und Ländlicher Raum der CDU. Daneben müssten weiterhin besonders tier- und umweltgerechte Haltungsverfahren über die Förderprogramme der Zweiten Säule gefördert werden, heißt in dem bislang unveröffentlichten Papier „Zukunftsfähige Tierhaltung“.
Darin sprechen sich die CDU-Agrarier unter dem Vorsitz der stellvertretenden Vorsitzenden der nordrhein-westfälischen CDU-Landtagsfraktion, Christina Schulze Föcking, mit Nachdruck dafür aus, die Privilegierung landwirtschaftlicher Stallbauten im Außenbereich zu erhalten. Verbandsklagerechte werden hingegen strikt abgelehnt. In Anlehnung an eine Regelung im landwirtschaftlichen Grundstücksverkehr wird ein Vorkaufsrecht für Landwirte und Zusammenschlüsse von Landwirten für bestehende Ställe vorgeschlagen.
Der Bundesfachausschuss befürwortet zudem ein freiwilliges staatliches Tierwohllabel. Ein solches Label müsse mit einer Herkunftskennzeichnung „Tierschutz made in Germany“ verbunden werden können. Eine obligatorische Verknüpfung wird hingegen nicht mitgetragen.
Befürwortet wird ein bundeseinheitliches innovationsförderndes Prüf- und Zulassungsverfahren für Stallsysteme. Für Nahrungsmittelimporte wird ein Tierschutz-TÜV angeregt. Der müsse sicherstellen, dass Drittlandprodukte ohne Nachweis europäischer Tierschutzstandards zurückgewiesen werden könnten.
Der Ausschuss plädiert schließlich für eine umfassende Nutztierstrategie. Sie soll den agrar- und gesellschaftspolitischen Erwartungen Rechnung tragen und einen tier- und umweltverträglichen Rahmen beschreiben, „um für Landwirte und Gesellschaft mehr Planungssicherheit, Akzeptanz und Transparenz zu schaffen“. AgE (06.12.2016)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Tierschutz
Keine Mehrheit im Bundesrat für verpflichtendes Tierwohllabel
21.09.2019 — Die Bundesländer haben sich nicht auf eine gemeinsame Position für ein verpflichtendes Tierwohlkennzeichen einigen können. Die von Niedersachsen eingebrachte Initiative für ein solches Tierwohllabel fand bei der heutigen Abstimmung im Bundesrat nicht die erforderliche Mehrheit.
Lebensmittelüberwachung
Hygienemängel häufigster Grund für Beanstandungen
20.09.2019 — Hygienemängel sind bei Lebensmittelkontrollen der häufigste Grund für Beanstandungen. Das geht aus den Daten zur Lebensmittelüberwachung 2018 hervor, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute veröffentlicht hat.
Mobilfunk
Klöckner drängt auf 100-Prozent-Versorgung
20.09.2019 — Für eine flächendeckende digitale Grundversorgung hat sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ausgesprochen. Bei der für Oktober angekündigten Mobilfunkstrategie der Bundesregierung werden die ländlichen Räume in den Mittelpunkt gerückt, sagte die Ministerin Jahrestagung des Deutschen Landkreistages (DLT) gestern in Merseburg.
Ackermanager
Das ABC des Pflanzenbaus
Verschaffen Sie sich für alle Kulturen einen Überblick – von EC-Stadien über alle wichtigen Anbaubereiche wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. Ungefähr die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird für die Landwirtschaft genutzt. Der Ackerbau macht davon etwa 70 % aus. Für eine wettbewerbsfähige Produktion von pflanzlichen Erzeugnissen sind hohe und sichere Erträge notwendig, die nur erzielt werden können, wenn die Regeln der guten fachlichen Praxis eingehalten werden.
Ferkelkastration
Voraussichtlich Ländermehrheit für Isoflurannarkose
19.09.2019 — Die Landwirte werden künftig aller Voraussicht nach die Isoflurannarkose zur Ferkelkastration selbst durchführen können. Wie Nachfragen bei den Ländern ergeben haben, zeichnet sich für die Bundesratssitzung am kommenden Freitag doch eine Mehrheit für die von der Bundesregierung vorgelegte Ferkelbetäubungssachkundeverordnung ab

xs

sm

md

lg

xl