Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Besserer Schutz für ausländische Arbeiter in der Schlachtindustrie

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Dem besseren Schutz der überwiegend ausländischen Arbeiter in Schlachtbetrieben dient das „Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft“, das der Bundestag heute beschließen wird. Künftig sollen Unternehmen der Fleischwirtschaft im Sinne des Arbeitnehmerentsendegesetzes auch für ihre Subunternehmen haften. Wer Subunternehmer beauftragt, bleibt damit in der Verantwortung. Hierzu gehören im Kern Schlachthöfe und fleischverarbeitende Betriebe. Um bisherige Kontrollprobleme bei den Stundenzetteln zu beenden, soll künftig eine tägliche Aufzeichnungspflicht gelten. Zudem sollen notwendige Arbeitsmittel nicht mehr vom Lohn abgezogen werden können.
„Trotz aller bisherigen Bemühungen gibt es in der Fleischindustrie weiterhin viele ‚schwarze Schafe‘, die den Arbeitsmarkt zur Ausbeutung von Mitarbeitern missbrauchen“, erklärte der zuständige Berichterstatter der der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann. Dem werde mit dem vorliegenden Gesetz nun ein Riegel vorgeschoben.
Der CDU-Politiker verwies auf Erkenntnisse unter anderem der Staatsanwaltschaft Osnabrück, wonach vor allem ausländische Arbeiter teilweise systematisch und mit krimineller Energie um ihren Lohn gebracht würden. Zudem fehlten den Kontrollbehörden und Staatsanwälten häufig die Möglichkeiten für effiziente Kontrollen. In diesen Punkten setze das Gesetz an.
Stegemann bescheinigte der Branche, sie habe sich in den vergangenen Monaten bewegt. Dennoch sei es nicht hinnehmbar, „wie einzelne Betriebe ihren Spielraum auslegen“. Die Union stehe für einen freien Arbeitsmarkt. Man werde es aber nicht dulden, „wenn diese Freiheit missbraucht wird.“ Die Neuregelung tritt aller Voraussicht nach Anfang August in Kraft. AgE (02.06.2017)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Ernte 2019
Wintergerste in Hessen mit unerwartet guten Erträgen
19.07.2019 — Während frühe Getreidebestände in Hessen offenbar gut mit der Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen fertig wurden, rechnet der Hessische Bauernverband (HBV) bei den späteren Beständen doch mit spürbaren Folgen für Erträge und Qualitäten.
Geflügelpest
Belgien erlaubt Keulung von H3N1-infizierten Beständen
19.07.2019 — Belgiens Föderale Behörde für Lebensmittelsicherheit (FAVV) kann künftig auch die Keulung von Geflügel anordnen, das an der gering pathogenen aviären Influenza (LPAI) des Virustyps H3N1 erkrankt ist. Das geht aus einer soeben veröffentlichten Königlichen Verordnung hervor
Tipps und Tricks
Gefrierfach vereist: Daran kann es liegen
17.07.2019 — Eine Eisschicht um Kühlschläuche und an Wänden des Gefrierschrankes kostet nicht nur Platz, sondern erhöht zudem den Stromverbrauch, denn die Eisschicht hat eine isolierende Wirkung. Damit sich die Kälte von den Kühlschläuchen im Innenraum des Gefrierschrankes verteilen kann, wird mehr Energie benötigt
Altersvorsorge
Altersvorsorge
Die R+V und der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV) haben gemeinschaftlich das Landwirtschaftliche Versorgungswerk eingerichtet. Ziel ist die Absicherung und Vorsorge der Betriebsleiter, der mitarbeitenden Familienangehörigen und der Mitarbeiter zu Sonderkonditionen.
Ernte 2019
Raiffeisenverband erwartet deutlich weniger Getreide
17.07.2019 — Weil die große Hitze in den vergangenen Wochen Spuren in den Getreidebeständen hinterlassen hat, geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) nun vor allem für die ostdeutschen Bundesländer von einer deutlich kleineren Ernte aus. Das bundesdeutsche Aufkommen veranschlagte der Verband heute auf insgesamt rund 46,5 Mio t Getreide;

xs

sm

md

lg

xl