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Hartelt: Betriebe ohne Direktzahlungen nicht wettbewerbsfähig

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Mit Blick auf die Neuordnung der europäischen Agrarpolitik nach 2020 hat der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd (BWV), Eberhard Hartelt, die Forderung des Berufsstandes nach Erhalt der Direktzahlungen bekräftigt. Hartelt verwies dabei heute auf der Delegiertentagung des BWV in Bad Dürkheim darauf, dass die deutschen Landwirte und Winzer ohne die Zahlungen angesichts der heimischen Produktionsauflagen und der gesetzlichen Regelungen „in keiner Weise auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig“ wären. Zugleich sei die Unterstützung auch Voraussetzung für die günstigen und qualitativ hochwertigen Nahrungsmittel in Europa, hob der BWV-Präsident hervor. Daher müsse die durch den Brexit entstehende Finanzierungslücke durch die übrigen Mitgliedstaaten ausgeglichen werden.
Deutliche Kritik äußerte Hartelt an den Versprechungen der Politik zum Bürokratieabbau. Diese seien „seit Jahren nur Lippenbekenntnisse“ geblieben. Die „unüberblickbaren Vorgaben“ müssten „endlich massiv entrümpelt werden“, da sie die Betriebe „zunehmend in ihrer Existenz bedrohten“. Es brauche eine „wirkliche“ Unterstützung für die Landwirte und Winzer, und keine Agrarpolitik, die von „Bürokraten am Schreibtisch entworfen“ worden sei, kritisierte Hartelt.
Der BWV-präsident appellierte auch an die zukünftige Bundesregierung, Verantwortung für die Bauern- und Winzerfamilien im Land zu übernehmen. Zukunfts- und praxisorientierte Rahmenbedingungen seien notwendige Voraussetzungen, um die Landwirtschaft und den Weinbau in eine erfolgreiche Zukunft zu führen, der jungen Generation eine lohnenswerte Perspektive zu eröffnen und den Verbrauchern weiterhin hochwertige Nahrungsmittel zu bieten. AgE (12.09.2017)
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