Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Studie der DZ Bank

Agrarstrukturwandel wird sich beschleunigen

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Die Beschleunigung des landwirtschaftlichen Strukturwandels und eine Abkehr vom bäuerlichen Familienbetrieb hat die DZ Bank für die Zeit bis 2040 in Deutschland prognostiziert. Die fortschreitende Digitalisierung der Branche und das dafür notwendige Investitionsvolumen erhöhten den Druck zur Bildung größerer Betriebseinheiten, erklärt die DZ Bank in der aktuell vorgelegten Studie "Deutsche Landwirtschaft unter Druck". Zugleich sei infolge der sich weiter verschärfenden Nachfolgeproblematik und der Verrentung der in den 1960er Jahren geborenen geburtenstarken Jahrgänge mit einer verstärkten Dynamik beim Höfesterben zu rechnen.
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hierzulande werde sich auf nur noch etwa 100 000 im Jahr 2040 verringern, im Vergleich zu aktuell 267 000, schätzt die Bank. Bei einer weitgehend unveränderten landwirtschaftlichen Gesamtnutzfläche steige die durchschnittliche Betriebsgröße von derzeit 62,4 ha auf dann rund 160 ha an. Damit nähere man sich Betriebsgrößen, wie sie heute bereits bei Farmbetrieben in den USA üblich seien.
Ebenfalls angetrieben unter anderem durch die Digitalisierung werde sich die Zahl der Erwerbstätigen im Agrarsektor bis 2040 um die Hälfte auf rund 325 000 verringern, so die DZ Bank. Außerdem sei davon auszugehen, dass künftig vermehrt auf familienfremde Fachkräfte zurückgegriffen werde. Geprägt werde die deutsche Landwirtschaft in 20 Jahren von zwar inhabergeführten, aber großen, kapitalintensiven und betriebswirtschaftlich organisierten Agrarunternehmen.
Die besten Überlebenschancen für den traditionellen Familienbetrieb sieht die DZ Bank in der Ökolandwirtschaft. Dieser sagt sie einen kräftigen Bedeutungsgewinn voraus. Infolge der Umweltschutzbemühungen, veränderter Ernährungsgewohnheiten und des intensiven Wettbewerbs in der konventionellen Landwirtschaft sei bis 2040 von landesweit 45 000 ökologisch bewirtschafteten Höfen in Deutschland auszugehen, gegenüber aktuell 27 000. Der Anteil der im Ökolandbau bewirtschafteten Fläche werde sich auf rund ein Fünftel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche ausdehnen. AgE (14.02.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Tiergesundheit
Geflügelpestfälle häufen sich
01.04.2020 — In einer Putenmastanlage in Sachsen-Anhalt hat sich ein Ausbruch der hochpathogenen Geflügelpest bestätigt. Wie der Landkreis Börde gestern mitteilte, war ein Tierhalter im Ort Wieglitz betroffen. Medienberichten zufolge wurde dort bereits mit der Keulung des Bestandes von rund 20 000 Tieren begonnen und die üblichen Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen umgesetzt.
Corona-Soforthilfe
Der VR Smart flexibel Sofort-Kredit für Unternehmer
01.04.2020 — Die Corona-Pandemie hat die wirtschaftliche Situation für kleine und mittelständische Unternehmen binnen kürzester Zeit verschärft, die Auswirkungen sind spürbar und bleiben dynamisch. Mit dem VR Smart flexibel Förderkredit bieten wir eine Kreditlösung, die kleinen und mittelständischen Unternehmen kurzfristig finanzielle Freiräume verschafft.
Corona-Krise
Auch Landwirte und Gärtner können Soforthilfen beantragen
31.03.2020 — Die Soforthilfen des Bundes für kleine Unternehmen stehen auch der Landwirtschaft offen. Auf eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung haben sich Bund und Länder gestern verständigt. Anträge können ab heute gestellt werden. Antragsberechtigt sind damit auch Landwirte und Betriebe mit landwirtschaftlicher Produktion mit bis zu zehn Beschäftigten.
Sicherheitsdatenblätter
Sicheres Arbeiten mit Gefahrstoffen
Für den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen sind Sicherheitsdatenblätter unerlässlich. Wir stellen Ihnen in einer Datenbank alle Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung - immer vollständig und aktuell für Sie zum downloaden. Alle Betriebsmitteln, von denen Gefahren ausgehen, werden als Gefahrstoffe eingestuft. Dazu gehören Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Lacke und Farben und viele weitere.
Zu wenig Erntehelfer
Düsseldorfer Landesregierung wirbt für Mitarbeit in der Landwirtschaft
31.03.2020 — Einen Aufruf zur Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe in der jetzt beginnenden Pflanz- und Erntezeit hat die nordrhein-westfälische Landesregierung gestartet. "Tragen Sie mit dazu bei, dass wir trotz Corona-Krise regionale Vielfalt auf unseren Tellern bewahren", heißt es in einer veröffentlichten gemeinsamen Erklärung

xs

sm

md

lg

xl