Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Dürre

Dürrehilfen aus dem Bund-Länder-Programm werden rege nachgefragt

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Copyright: Shutterstock
Copyright: Shutterstock
Die Dürrehilfen von Bund und Ländern werden in den von der diesjährigen Trockenheit betroffenen Bundesländern offenbar sehr gut angenommen. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium heute berichtet, waren bis zum 7. Dezember bundesweit 8 519 Anträge bei den zuständigen Landesbehörden eingegangen. Damit scheint sich die im August dieses Jahres geschätzte Zahl von rund 10 000 betroffenen Betrieben im Großen und Ganzen zu bestätigen.
Die Antragsverfahren in den Ländern sind größtenteils abgeschlossen. Nur in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen werden derzeit noch Anträge angenommen. Hier wird erfahrungsgemäß in den letzten Tagen noch mit vielen Eingängen gerechnet. Das Agrarressort weist darauf hin, dass das Antragsvolumen je nach Bundesland stark schwanke. Während das Aufkommen im Norden und Osten die anfänglichen Schätzungen zum Teil deutlich übersteige, liege die Zahl der Anträge in den südlichen Landesteilen unter den damaligen Erwartungen.
Das beantragte Fördervolumen der eingegangenen Anträge beträgt laut Ministerium derzeit 288,7 Mio Euro; davon wurden bis zum 7. Dezember insgesamt 799 Anträge über 39,3 Mio Euro bewilligt. Einige Länder wie etwa Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt zahlten Teile der gewährten Hilfen aus, um die Landwirte schnell und unbürokratisch finanziell unterstützen zu können. Es sei damit zu rechnen, dass noch ein erheblicher Teil der Anträge bis zum Jahresende bewilligt werde.
Nach Darstellung des Berliner Agrarressorts zeigen sowohl die Antragszahlen als auch die daraus resultierenden Hilfszahlungen, dass die von Bund und Ländern vereinbarte Dürrehilfe über insgesamt 340 Mio Euro von existenzgefährdeten landwirtschaftlichen Betrieben sehr gut nachgefragt werde. Damit sei auch die anfängliche Kritik widerlegt, dass die Maßnahme aufgrund zu strenger Förderkriterien ins Leere laufe, so das Ministerium. AgE (18.12.2018)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Polen
Dürre in einem Drittel des Landes amtlich bestätigt
30.05.2020 — Nachdem Praktiker in Polen schon lange über ausbleibende Niederschläge klagten, haben nun auch die zuständigen Fachleute die Trockenheit behördlich bestätigt. Das polnische Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) verzeichnete im Zeitraum vom 21. März bis zum 20. Mai landesweit ein durchschnittliches Niederschlagsdefizit von 100 mm pro m2, wobei in manchen Regionen mitunter mehr als 160 mm/m2 fehlten.
Erntehelfer
Verbände begrüßen Verlängerung der Einreiseregelung
26.05.2020 — In der Agrarbranche ist die Verlängerung der geltenden Einreiseregelung bis zum 15. Juni auf Zustimmung gestoßen. Der Gesamtverband der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) begrüßte die Entscheidung der Bundesminister Julia Klöckner und Horst Seehofer.
Weltgetreidemarkt
Gedämpfte Maisnachfrage drückt auf die Preise
08.05.2020 — Der coronabedingte Kollaps der Rohstoffmärkte macht sich auch in den Getreidebilanzen bemerkbar: Die Pandemie drückt die Nachfrage nach Mais so stark, dass der Internationale Getreiderat (IGC) seine Schätzung zum industriellen Verbrauch im Vermarktungsjahr 2019/20 um 11 Mio t auf das Dreijahrestief von 296 Mio t zurückgenommen hat.
Ackermanager
Das ABC des Pflanzenbaus
Verschaffen Sie sich für alle Kulturen einen Überblick – von EC-Stadien über alle wichtigen Anbaubereiche wie Saatgut, Düngemittel und Pflanzenschutz. Ungefähr die Hälfte der Fläche der Bundesrepublik Deutschland wird für die Landwirtschaft genutzt. Der Ackerbau macht davon etwa 70 % aus. Für eine wettbewerbsfähige Produktion von pflanzlichen Erzeugnissen sind hohe und sichere Erträge notwendig, die nur erzielt werden können, wenn die Regeln der guten fachlichen Praxis eingehalten werden.
Fahrgassen
Zentimetergenau und geheimnisvoll
30.04.2020 — Wie kommen eigentlich die Spuren auf den Acker, die man zum Beispiel beim Aufwuchs von Getreide in regelmäßigen Abständen deutlich sehen kann? Hat der Landwirt die Pflanzen einfach platt gefahren oder vergessen auszusäen? Fahrgassen werden bei der Aussaat extra angelegt. Durch das Schließen einzelner Säschare an der Sämaschine entstehen so pflanzenfreie Streifen.

xs

sm

md

lg

xl