Wir verwenden Cookies, um eine individuelle Nutzung dieser Webseite zu erlauben und Werbung auf Webseiten von raiffeisen.com und Dritten anzuzeigen. OK Mehr erfahren

Fleischindustrie

Neue Infektionsvorschriften in Nordrhein-Westfalen

Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 
Die Beschäftigten in größeren Betrieben der Fleischindustrie in Nordrhein-Westfalen müssen künftig auf Kosten des Inhabers mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. Das schreibt eine neue Allgemeinverfügung des Düsseldorfer Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales vom vergangenen Samstag vor. Die neuen Vorgaben gelten ab diesem Mittwoch für Schlachthöfe, Zerlegebetriebe und vorrangig fleischverarbeitende Betriebe mit mehr als 100 Beschäftigten - unabhängig davon, ob es sich um eigene Mitarbeiter oder Werkvertragsnehmer handelt. Nur Personen, die nachweislich zweimal innerhalb einer Woche negativ getestet wurden, dürfen in der Produktion eingesetzt werden.
Die Betriebe werden zudem verpflichtet, die Namen und Wohn- beziehungsweise Aufenthaltsadressen sämtlicher auf dem Betriebsgelände anwesender Personen zu erheben und für vier Wochen aufzubewahren, um sie gegebenenfalls den Behörden verfügbar machen zu können. "Die Vorfälle in Coesfeld und Gütersloh zeigen: Offenbar kann sich das Virus unter den Bedingungen eines Schlachthofs beziehungsweise eines fleischverarbeitenden Betriebes besonders gut verbreiten", erklärte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. Darum sollte der Infektionsschutz noch einmal deutlich gestärkt werden. Das frühzeitige Erkennen von Infektionen sei ein zentraler Schlüssel dazu.
Laumann stellte weiter klar, dass es für die Nachverfolgung zwingend notwendig sei, die aktuellen Kontaktdaten der Menschen zu haben, die sich auf dem Betriebsgelände aufgehalten hätten. "Es kann nicht sein, dass bei einem Ausbruchsgeschehen die Behörden vor Ort tagelang diesen Daten hinterherlaufen müssen", so der Minister. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch noch einmal an die konsequente Einhaltung der Arbeitsschutzstandards, denen gerade in der Corona-Pandemie eine besondere Bedeutung zukomme. AgE (30.06.2020)
Weitersagen: Facebook Twitter Mail
 

Das könnte Sie auch interessieren

Ackerbarometer
Ackerbarometer 2020: Wie läuft die Ernte?
08.07.2020 — Aktuelle Informationen zum Stand der Ernte auf Deutschlands Äckern - Digitaler Service von Praktikern für Praktiker - Gemeinsame Initiative von raiffeisen.com, DLG und ADAMA.
Fleischindustrie
Zeitpunkt für Öffnung des Tönnies-Werkes weiter unklar
08.07.2020 — Wann der große Schlacht- und Zerlegebetrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wieder seinen Betrieb aufnehmen kann, ist immer noch ungewiss. "Ich wage keine Prognose, wann das Werk wieder arbeiten kann", sagte der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer,heute bei einer Pressekonferenz.
Fleischerzeugung
Weniger Schweine und Rinder in Deutschland geschlachtet
08.07.2020 — In Deutschland sind in den ersten fünf Monaten dieses Jahres teilweise deutlich weniger Schweine und Rinder ins Schlachthaus geliefert worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen von Januar bis Mai einschließlich Hausschlachtungen insgesamt 22,56 Millionen Schweine an den Haken.
Börse
Tagesaktuell über die Terminmärkte informiert
Wie entwickeln sich die Preise? Wann soll ich verkaufen? Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Börsenkurse. Um höchstmögliche Erlöse zu erzielen, wird es immer wichtiger, den richtigen Zeitpunkt zum Verkauf des Getreides zu nutzen. Das Preisniveau wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu zählen Informationen über das Wetter und damit auch das voraussichtliche Angebot, Zahlen über Lagerbestände oder auch die Nachfrage wichtiger Abnahmeländer. Wir informieren Sie tagesaktuell über die Entwicklung der Terminmärkte.
Sauenhaltung
Landvolk: Mainstream wichtiger als Fachwissen
07.07.2020 — Die Entscheidung des Bundesrates für einen weitgehenden Ausstieg aus der Kastenstandhaltung von Sauen wird in der Agrarbranche weiter kritisch kommentiert. Ihre Skepsis machten heute das Landvolk Niedersachsen und das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) deutlich.

xs

sm

md

lg

xl