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Schweinespielzeug

Sinnvolle Schweinereien

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Copyright: agrarKids
Vergnügtes Quieken kommt aus der Ferkelbucht. In der 4 x 2,5 m großen Bucht befinden sich 20 Ferkel und zerren, ziehen und stoßen mit ihren Schnauzen an einem Holzstück, das an einer Kette von der Decke baumelt. Am Holzstück ist ein kleines Stück Seil befestigt. Das andere Ende des Seils ist im Maul eines Ferkels, das gerade versucht, den anderen das Spielzeug wegzunehmen. Mit empörtem Quieken äußern die anderen Ferkel ihren Unmut über das nicht soziale Verhalten ihres Spielkameraden. Das gehört einfach zum Spiel. Schweine sind ausgesprochen neugierige, lernfähige und intelligente Tiere.
Schon mit einfachen organischen Materialien wie Heu, Stroh, Holz und Sägemehl kann man in ihnen den Spiel- und Wühltrieb wecken. Aber auch mit einfachen Spielzeugen, die von der Decke baumeln, kann man sie sehr gut beschäftigen. Wichtig dabei ist, dass sich das Spielzeug in der Mitte der Bucht befindet, so dass mehrere Tiere gleichzeitig damit spielen können. Schließlich spielen Ferkel gerne zusammen. Und ohne Beschäftigung beginnen sich die Tiere im Stall zu langweilen. Sie werden aggressiv und es kann passieren, dass sie sich gegenseitig in die Ringelschwänze beißen. Dies kann zu bösen Verletzungen führen. Um schlimmere Krankheiten zu vermeiden, muss der Schweinezüchter schließlich die Schwänze kupieren. Kupieren bedeutet, dass ein Stück abgeschnitten wird. Damit die Tiere beim Kupieren keine Schmerzen spüren, werden die Ferkel mit einem Schmerzmittel betäubt und der Ringelschwanz wird um ein Stück verkürzt.
Mit interessanten Beschäftigungsspielzeugen lassen sich das Schwanzbeißen und damit auch das Kupieren vermeiden. Mit vielen unterschiedlichen Spielzeugen geht dies am besten. Denn auch Ferkel haben ihre ganz eigenen Vorlieben. Zum beliebtesten Ferkelspielzeug zählt das "Bite-Rite". Das "Bite-Rite" hängt an einer Kette inmitten der Ferkelbucht. Es besteht aus einer trichterförmigen Kunststoffhalterung, an der 4 elastische Beißstäbe angebracht sind. Die Ferkel lieben es, auf den Beißstäben zu kauen und daran zu ziehen. Besonders beliebt sind Materialien zum Spielen und gleichzeitig zum Fressen.
Entdeckt man trotz Spielzeug immer wieder Ferkel mit frischen Bisswunden, sollte man sich die Mühe machen und den Quäler suchen. Die Unruhestifter sollten aus der Bucht
entfernt werden. Dann fühlen sich die Ferkel in ihrer Bucht wieder "tierisch" wohl.


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(31.07.2019)
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