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Unwetter

Hilfe - Überschwemmung!

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Copyright: agrarKids
Hochwasser ist eine schlimme Sache, wenn es eine Siedlung trifft. Kleine, harmlose Bäche können in kürzester Zeit zu reißenden Strömen werden und über die Ufer treten. Straßen stehen dann unter Wasser und Autos können nicht mehr fahren. Keller von vielen Häusern laufen voll und teures Mobiliar kann ebenso wie die Häuser selbst durch den Einfluss des Wassers beschädigt werden. Auch die Landwirtschaft ist betroffen – wenn im Sommer auf den Feldern und Wiesen schon alles wächst.

Die Landwirtschaft hilft aber auch Betroffenen und schützt sie vor den schlimmsten Auswirkungen. Der Luxemburger Maschinenring MBR Letzebuerg gehört dazu. Er stellt im Falle eines Hochwassers spezielle Technik bereit. Dazu musst du wissen, dass Hochwasser nicht nur sichtbar an der Oberfläche ist. Steigt das Wasser, steigt nämlich auch das Grundwasser im Boden an. Es "drückt" also auch von unten aus dem Boden an die Oberfläche, bzw. die Kanalisation läuft voll und das Wasser kommt aus den Gullis. Das gefährdet besonders Keller von Häusern, die eigentlich hinter den schützenden Dämmen liegen. Das Problem: Das Grundwasser kann nicht einfach abfließen wie das Flusswasser. In Luxemburg liegt so eine gefährdete Region am Fluss mit Namen "Sauer" (Der Name kommt aber nicht daher, dass die Anwohner sauer sind, wenn der Fluss Hochwasser führt).

Die Landwirte des MBR werden gerufen, wenn es in einer Siedlung zum Hochwasser kommt. Sie kommen dann mit ihren Traktoren und großen Spezialpumpen. Man hat nämlich nicht nur am Ufer der Sauer eine hohe Schutzwand aufgestellt, die vor Hochwasser schützt. Spezielle Schächte wurden gebaut, die mit der Kanalisation verbunden sind, und in die die Pumpen eingesetzt werden. Diese sind richtig stark, wenn sie an der Zapfwelle der Traktoren arbeiten und pumpen so das Wasser aus der Kanalisation ab. Es wird dann nach oben gefördert und über dicke Rohre wieder dorthin befördert, wo es besser aufgehoben ist: in den Fluss Sauer, der es wegbringt. Insgesamt acht solcher Pumpen sind im Einsatz - jeweils zwei Traktoren für eine Pumpe, die sich
alle vier Stunden mit der Pumparbeit abwechseln.

Die Bewohner freuen sich über die Arbeit der Landwirte, weil sie eine Überschwemmung verhindern. Und auch die Feuerwehr, sowie die Verantwortlichen der Gemeinde Erpeldange an der Sauer, weil sie dann die Arbeit nicht alleine machen muss. Teamwork beim Hochwasser - das hilft!


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(20.05.2020)
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