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Nachwachsende Rohstoffe

Natürlich gedämmt

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Paul kommt aus der Schule. Am Abend erzählt er, was er Neues gelernt hat. "Heute
ging es um Dämm- und Baustoffe aus der Natur", sagt Paul. "Unsere Lehrerin hat gesagt,
dass die Menschen früher zum Bau ihrer Häuser nur Naturrohstoffe nutzten wie Lehm, Schilf, Hanf, Flachs oder Holz. Sag mal Papa, wir bauen doch gerade ein Haus. Nutzt du da auch natürliche Baumaterialien?" Pauls Vater freut sich. "Ja, tatsächlich versuchen auch wir, für unser Haus so viele natürliche Rohstoffe wie möglich zu verwenden, auch bei den Dämmstoffen. Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen stellt man heute übrigens nicht nur aus Holz, Flachs oder Hanf her, sondern auch aus Schafwolle oder Altpapier - Papier wird ja aus Holz gewonnen. Sogar aus Seegras, das an den Strand angeschwemmt wird, machen einige Firmen Dämmstoffe. Wozu man die Dämmstoffe überhaupt braucht, hat euch eure Lehrerin bestimmt erklärt, oder?"


Paul nickt eifrig: "Sie halten im Winter die Kälte aus dem Haus draußen und die Wärme von der Heizung ganz lange drinnen." "Genau", sagt Pauls Vater, "wir ziehen unseren
Häusern sozusagen einen dicken Pullover an. Anders als bei uns Menschen kann dieser Pullover aber auch im Sommer die Hitze aus dem Haus heraus halten." Paul staunt. "Und welchen Dämmstoff nehmen wir für unser Haus?" fragt er. "Ja, mein Sohn, dass
ist in der Tat eine nicht so leichte Entscheidung bei dieser Vielfalt. Ich habe mich für Dämmung aus Holzfasern entschieden. Aber egal, welchen natürlichen Dämmstoff man nimmt, alle haben den Vorteil, dass sie immer wieder nachwachsen und das Klima schützen.
Das Thema Klimaschutz hattet ihr doch auch schon in der Schule. Mit dem Klimaschutz und den Dämmstoffen ist das so: Wenn man sein Haus dämmt, muss
man weniger heizen, also weniger Heizöl oder Erdgas verbrennen. Bei dieser
Verbrennung entsteht das Gas Kohlendioxid - CO2, und zu viel davon ist nicht gut für
das Klima, es erwärmt sich dann immer mehr. Man nennt das den Treibhauseffekt. Alle
Dämmstoffe, auch die, die nicht aus Naturmaterialien sind, helfen auf diese Weise CO2 einzusparen. Naturdämmstoffe schützen das Klima zusätzlich noch dadurch, dass sie aus Pflanzen hergestellt werden. Die Pflanzen haben schon im Wachstum CO2 aus der Luft aufgenommen, es umgewandelt und daraus ihre Blätter, Fasern, Stiele, Äste usw. aufgebaut. Den Prozess nennt man auch Photosynthese, er läuft mit der Energie des Sonnenlichts ab. Wenn man jetzt aus diesen Pflanzen ein langlebiges Produkt wie den Dämmstoff herstellt, bleibt das CO2 in ihm für Jahrzehnte gespeichert. Es gelangt nicht in die Atmosphäre und heizt den Treibhauseffekt nicht weiter an. Diese Eigenschaft haben
nur Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen." "Mensch Papa, du weißt ja
noch viel mehr darüber als unsere Lehrerin", ist Paul begeistert. "Jetzt freue ich mich
noch mehr auf unser neues Haus."

Den gesamten Artikel könnt ihr hier lesen.
(04.12.2020)
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