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Maisanbau

So geht's dem Ungeziefer an den Kragen

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Er ist knackig, er ist süß und fast alle Kinder essen ihn gerne. Vor allem, wenn er geröstet wird, dann heißt er nämlich Popcorn. Gemeint ist der Mais. Seit den 70er Jahren hat sich der Maisanbau in Deutschland ausgebreitet. In Deutschland werden inzwischen von Mitte April bis Ende Mai etwa 2,7 Millionen Hektar Mais angebaut, eine Fläche, die größer ist als das Bundesland Hessen. Auf dem Großteil davon wird Silomais angebaut und nur ein kleiner Teil davon ist Körnermais. Ende August bis Mitte September ernten die Feldhäcksler den Silomais. Erst einen Monat später wird der Körnermais von Mähdreschern geerntet. Zurück bleibt ein großes abgeerntetes Feld mit langen, robusten Stoppeln. Diese Ernterückstände bieten ideale Lebensräume für Pilze und andere Schädlinge. So breitet sich gerne der Fusarien-Pilz auf den Maisstoppeln aus, denn die nicht verrotteten Stoppeln begünstigen das Ansiedeln des Pilzes.
Werden die Stoppeln später einfach untergepflügt, reichern sich die Pilze im Boden an. Beim wiederholten Umpflügen kommen sie nach oben und befallen die neuen Maispflanzen. Der Pilz befällt die Pflanze und sie fault. Sind die Kolben bzw. die Maiskörner betroffen, bilden sich Toxine (Gifte), die die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen. Sind Maispflanzen vom Fusarien-Pilz befallen, können sie auch nicht mehr als Futter verwendet werden. Den Befall erkennt der Landwirt an gelben Stängeln, herabhängenden Kolben und vorzeitig dürren Lieschen. Letztendlich führt der Pilzbefall zu
Ernte-Verlusten. Um dies zu verhindern, zerkleinert der Landwirt nach der Ernte die Maisstoppeln, bevor er sie umpflügt. Das Zerkleinern der Maisstoppeln ist das wirksamste Mittel gegen Pilzbefall.
Durch das Zerkleinern verrotten die Überreste schneller und der Pilz hat kaum noch Überlebensraum. Außerdem wird ein weiterer Schädling, der Maiszünsler, vernichtet. Seine Larven überwintern in den Stoppeln. Werden sie zerkleinert, können die Larven nicht überwintern. Zum Zerkleinern der Maisstoppeln wurde eine neue Schneidkombination entwickelt. Sie ist mit einer Messerwalze und zwei Wellscheibenwalzen ausgestattet. Damit werden die Stoppeln längs und quer geschnitten und zusätzlich mit Walzen zusammen gequetscht. So können auch platt auf dem Boden gedrückte Stoppeln zerkleinert werden. Ein tolles Gerät und in jedem Fall ein gutes Schädlingsbekämpfungsmittel!


Den gesamten Artikel zum Ausdrucken findet ihr hier.


(09.08.2019)
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